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Musik im Regen

Es regnet fürchterlich und ich bin komplett durchnässt. Zitternd stehe ich vor deiner Tür.
Ich kann mir nicht die Frage beantworten, warum ich nun hier steh.
Mit Angst in den Augen. Nach dem großen Streit. Wie werde ich reagieren, wie du?
Die Tür geht auf. Da stehen wir. Von der Liebe verflucht, vom Zorn heimgesucht. Und doch hast du mir gefehlt.

Blicke führen mich herein, die gewohnte Ordnung, mittendrin mein Chaos.
Es steht alles noch genau wie am vorherigem Tag, doch ist alles anders.
Die Leere deiner Worte hat den Raum gefüllt.
Deine Blicke ziehen mich näher zu dir, deine Worte berühren meine Lippen, deine Seele mein Herz.
Meine Hand in deiner Hand, du bist nervös, dass spüre ich. Nur stellt sich die Frage, weshalb?
Mit meinem Kopf zwischen deinen Händen küsst du mir die Tränen aus dem Gesicht
und hauchst mir ein „Ich liebe Dich“ ins Ohr.

Im Hinterkopf haben wir trotz all dem nur eins. Der Verlust deiner Würde.
Wir wissen beide, dass wir uns nicht verzeihen können. Ich würde es dir immer nachtragen, denn das was du machtest, als du dein Gewissen ertrankst, sei auf Ewigkeit unverzeihbar.
Und du würdest dir nicht verzeihen, solch einen Fehler je begangen zu haben,
denn somit hast du alles verloren, was dir jemals lieb war.

So sollte Versöhnung immer sein. Doch es war keine Versöhnung, es roch mehr nach Abschied.
Ich spürte deine nassen, kühlen Tränen an meiner Wange.
Das war der Tag, an dem ich Dich verlor. Der Tag, an dem ich mich morgens um 5:00 Uhr aufmachte, im strömenden Regen, zu dir, um noch vor der Arbeit meinem schlechten Gewissen einen Kick zu geben.

Alles umsonst? Nein, dass war es nun wirklich nicht. Es hat sich gelohnt, alles. Es gibt keine Ausnahmen.
Jeder Moment, den ich mit dir verbrachte, wird immer ein schöner Moment in meiner Erinnerung, in meiner Geschichte bleiben.
So spielt das Unterbewusstsein des Herzens.
Ich werde dich wahrscheinlich noch ein paar Mal in meinen Träumen zu Gesicht bekommen und vielleicht laufen wir uns auch das ein oder andere Mal auf der Straße über den Weg und grüßen uns, mit einem Lächeln oder flüchtigem Handschwenk. Vielleicht, werden wir uns aber auch fremd und erkennen uns nach ein paar Jahren gar nicht mehr.

Sicher ist, dass wir den Repeat Button nicht nochmal drücken werden, auch wenn das Lied wunderschön war…
Doch ist es in meiner Playlist gespeichert und wird auch nicht gelöscht.

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Über weisserzimt

Narzisstischer Dickkopf mit Hang zur Musik und Fotografie.

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